Trinkwasser sieht oft klar aus und riecht unauffällig, kann aber mikrobiologisch belastet sein. Dieser Beitrag erklärt, wann eine mikrobiologische Untersuchung sinnvoll ist und was sie zeigt.
Ausgangssituation
Trinkwasser kann trotz klaren Aussehens und unauffälligen Geruchs mikrobiologisch belastet sein. Besonders relevant ist das bei Eigenwasserversorgung, selten genutzten Leitungen, nach Bauarbeiten, nach längerer Stagnation, bei Auffälligkeiten oder in sensiblen Einrichtungen.
Vorgehen
Je nach Fragestellung werden typische mikrobiologische Parameter untersucht, zum Beispiel Escherichia coli, Enterokokken, coliforme Bakterien und Koloniezahlen. E. coli und Enterokokken dienen als Indikatororganismen für mögliche fäkale Verunreinigungen; über solche Indikatoren lässt sich beurteilen, ob ein hygienisches Risiko bestehen kann.
Ergebnis
Die Untersuchung zeigt, ob das Trinkwasser hygienisch unauffällig ist oder ob eine Verunreinigung, Stagnation oder ein technisches Problem vorliegen könnte. Der Nutzen liegt vor allem in der Früherkennung: Ursachen lassen sich eingrenzen und Maßnahmen gezielt planen, bevor aus einem hygienischen Problem ein Gesundheitsrisiko wird.
