Legionellen nachgewiesen: Gefährdungsanalyse und nächste Schritte

Wenn in der Trinkwasserinstallation Legionellen über dem technischen Maßnahmenwert festgestellt werden, fordert das Gesundheitsamt häufig eine Risikoabschätzung. Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie eine Gefährdungsanalyse abläuft.

Ausgangssituation

In einer Trinkwasserinstallation wurden Legionellen über dem technischen Maßnahmenwert (TMW) festgestellt. Das Gesundheitsamt fordert nun eine Risikoabschätzung beziehungsweise Gefährdungsanalyse ein.

Vorgehen

Im Rahmen der Risikoabschätzung wird die betroffene Trinkwasserinstallation begutachtet und bewertet. Dazu gehören eine Inspektion vor Ort, die Erfassung der Anlagenteile wie Speicher, Zirkulation, Steigstränge und Entnahmestellen anhand technischer Unterlagen und Begehung sowie die Bewertung möglicher Risiken für Legionellen-Kontaminationen unter Berücksichtigung von Betriebsweise, technischem Zustand und hygienischen Rahmenbedingungen. Daraus entsteht ein Gutachten mit Identifikation der Schwachstellen und konkreten Handlungsempfehlungen.

Ergebnis

Sie erhalten Klarheit: Wo liegt die Ursache, wie hoch ist das Risiko und welche Maßnahmen sind in welcher Priorität umzusetzen, also umgehend, mittelfristig oder langfristig?